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Rekordjahr am Wiener Zinshausmarkt - 1 Milliarde Euro Umsatz

Rekordjahr am Wiener Zinshausmarkt - 1 Milliarde Euro Umsatz
November 2015 Preise gestiegen, Renditen unter Druck – Brigittenau als Trendbezirk
Der Wiener Zinshausmarkt hat ein Rekordjahr hinter sich und dürfte 2015 die magische Marke von einer Milliarde Euro Umsatz überschreiten. Dies geht aus dem Ersten Wiener Zinshaus-Marktbericht der Otto Immobilien Gruppe, den Unternehmenschef Dr. Eugen Otto am Dienstag gemeinsam mit seinem Expertenteam präsentierte. „Alleine in der ersten Jahreshälfte sehen wir mit 435 Millionen Euro*  den größten Umsatz seit Beginn unserer Aufzeichnungen im Jahr 2008“, so Dr. Eugen Otto. Für das Vorjahr beobachten die Experten einen Gesamtumsatz von EUR 846 Mio. inklusive Nachlauf und damit eine etwas ruhigere Entwicklung.

Teils deutlich gestiegen sind die Preise seit Jahresbeginn - und dies in fast allen Regionen. Bei den Spitzenpreisen waren es vor allem der erste und der zwanzigste Bezirk, die nochmal signifikant – um 12 Prozent – zugelegt haben. Die niedrigsten Einstiegspreise sind weiterhin außerhalb des Gürtels zu finden, konkret in der Region 6 (10. und 11. Bezirk) mit EUR 750 pro m² und in der Region 12 (21. und 22. Bezirk), wo man derzeit mindestens EUR 800 pro m² zahlen muss, berichtet Mag. Richard Buxbaum, Leiter der Abteilung für Wohnimmobilien und Zinshäuser.

Die Renditen gerieten mit Ausnahme der Region 10 (13., 18., 19.) teils stark unter Druck: die Spitzenrendite in der Region 6 (10. und 11. Bezirk) sowie die Mindestrendite in der Region 9 (16. und 17. Bezirk) gaben jeweils um 0,3 Prozentpunkte nach. In den restlichen Regionen betrug die Veränderung sowohl der Spitzen- als auch der Mindestrenditen zwischen 0,1 und 0,2 Prozentpunkten. „Für ein schönes Haus aus der Gründerzeit innerhalb des Gürtels mit gut vermieteten Wohnungen können Anleger aber weiterhin mit einer Rendite von rund drei Prozent rechnen“, so Mag. Buxbaum.
 
*Ohne Nachlauf: das sind jene Transaktionen, die erst nach der Erhebung Ende August 2015 im elektronischen Grundbuch zur Verfügung stehen, aber noch das Jahr 2015 betreffen.

Brigittenau: Stadtnaher Hotspot mit Potenzial
 
Als neuen, viel versprechenden Trendbezirk sieht man bei Otto Immobilien den 20. Bezirk. Vor allem der stadtnahe Teil der Brigittenau in Richtung Augarten sei aufgrund der Nähe zur Leopoldstadt und den vielen neuen Geschäften und Lokalen ein aufstrebendes und für Investoren sehr interessantes Grätzel, so Mag. Buxbaum.
Weitere interessante Details der Auswertung von Otto Immobilien: Die Käufe von Zinshausanteilen haben in der ersten Jahreshälfte signifikant zugenommen, sie machten einen Anteil von rund 35% der umgesetzten Transaktionen aus. Nach Transaktionsvolumen betrachtet, ist allerdings die Übertragung von ganzen Häusern mit 93 Prozent nach wie vor auf hohem Niveau. Was die Preiskategorien betrifft, so liegt weiterhin  knapp jedes zweite Zinshaus in der Bandbreite zwischen 1,0 Mio. Euro und 2,5 Mio. Euro, betonte Markus Steinböck, Zinshaus-Experte bei Otto Immobilien.
 
Die „Psychologie“ der Zinshaus-Investoren

Erstmals hat Otto Immobilien die Beweggründe der Zinshaus-Investoren näher  beleuchtet und dabei die zwei großen Käufergruppen unter die Lupe genommen: einerseits die „klassischen“ Zinshausinvestoren mit längerfristigem Investitionsinteresse und andererseits jene Anleger, die ein Zinshaus zum Zweck der Parifizierung erwerben. Das klare Ergebnis: mit 84 Prozent bildet die Gruppe der klassischen Investoren die große Mehrheit, Wohnungseigentum wurde lediglich bei 16 Prozent der untersuchten Transaktionen begründet. „Wenig überraschend ist hier der Anteil der Projektenwickler mit 85 Prozent besonders hoch, wobei diese Käufergruppe vor allem in guten und sehr guten Lagen Wiens investiert“, erläutert Mag. Alexander Bosak MRICS.  Und noch ein weiterer Trend wurde festgestellt:  Professionelle Investoren suchen mehrheitlich Häuser mit Entwicklungschancen und Potenzial. Privatanleger interessieren sich eher für sogenannte „Sorglos-Häuser“ mit weniger Arbeit und einem sicheren Ertrag.

Als Quellen für den ersten Wiener Zinshaus-Marktbericht dienten neben eigenen umfangreichen Recherchen die Eintragungen im öffentlichen Grundbuch, der Kaufvertragsspiegel von IMMOunited, der Kulturgüter-Kataster der Stadt Wien, Daten der Statistik Austria sowie der MA 5. Erhoben wurde für den vorliegenden Zinshausmarkbericht wieder der gesamten Bestand der klassischen Wiener Gründerzeit-Zinshäuser. Mag. Alexander Bosak  MRICS, Leiter der Abteilung Research: „Demnach waren mit Ende August 2015 in Wien  noch rund 14.744 Gründerzeit-Zinshäuser nach der von uns entwickelten Methodik vorhanden. Die Hauptursache für diese Entwicklung ist nach wie vor die Begründung von Wohnungseigentum, Abrisse finden erfreulicherweise selten statt.“

Der Erste Wiener Zinshausmarktbericht kann gerne in gedruckter Form zugestellt werden. 

Für Anfragen:
 
Katharina Scheidl-Aziz
Presse und Kommunikation
OTTO IMMOBILIEN GRUPPE
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Tel +43 (1) 512 77 77-336
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k.scheidl@otto.at
 
Die Wiener Otto Immobilien Gruppe zählt mit 75 Experten zu den wenigen unabhängigen und eigentümergeführten Immobiliendienstleistern in Österreich. Vor fast 60 Jahren am Stammsitz Riemergasse 8 in der Wiener Innenstadt gegründet, bietet das Unternehmen seinen Kunden fundierte Beratung in den Bereichen Verkauf, Vermietung, Verwaltung und Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Seit Jänner 2011 besteht mit Knight Frank, dem weltgrößten privaten Immobilienberater, eine exklusive Partnerschaft für Österreich.