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31. Büromarktbericht

31. Büromarktbericht
März 2016 Büromarkt Wien: Rekordtief bei neuen Flächen – Entspannung 2017 Investmentumsatz 2015 bei mehr als 3 Mrd. Euro – Markteintritt neuer internationaler Player
Der Wiener Büromarkt steht beim Neubauvolumen heuer vor einem Rekordtief: mit nur 48.000 m² an neuen Flächen ist dies der niedrigste Wert seit 2002, erst im Jahr 2017 werden wieder signifikant mehr Flächen auf den Markt kommen. Dies ist eine der Kernaussagen des aktuellen Büromarktberichtes der Otto Immobilien Gruppe, den Firmeneigentümer Dr. Eugen Otto am Montag gemeinsam mit seinem Team vor Journalisten präsentierte.
 
Am Vermietungsmarkt 2015 betrug die Vermietungsleistung rund 190.000 m² und liegt somit unter den Prognosen für das Gesamtjahr, berichten die Experten von Otto Immobilien. „Für das Jahr 2016 erwarten wir einen Wert von etwa 200.000 m², wobei ein nicht unbedeutender Teil davon in Vorvermietungen gehen wird, die im Jahr 2017/2018 fertiggestellt werden“, so Mag. Alexander Fenzl von Otto Immobilien Gewerbe. Eine fokussierte Nachfrage konnte vor allem in der Wiener Innenstadt, im zweiten Bezirk und in der Donau-City beobachtet werden, wobei weiterhin Erstbezugsflächen in neuen Flachbauten im mittleren Preissegment sehr beliebt sind.
 
Leicht steigend präsentieren sich heuer die Durchschnittsmieten für moderne Büroflächen, für die man einen Wert von EUR 13,75 pro m² und Monat erwartet. Absolute Spitzenwerte von 25,75 Euro pro m2 und Monat und darüber werden laut Otto Immobilien innerstädtisch in Gebäuden mit Top-Standard erzielt.
 
Erfreulich ist die auf den Gesamtmarkt bezogene Leerstandsquote, die - vor allem aufgrund des geringen Fertigstellungsvolumens - heuer auf 6,2% leicht sinken wird, so Mag. Alexander Bosak MRICS, Leiter der Abteilung Immobilien Research. Vom Leerstand betroffen sind laut Büromarkt-Bericht weiterhin vor allem ältere und nicht mehr marktkonforme Flächen, für die vielfach auch neue Nutzungen in Betracht gezogen werden.

Ausgezeichnete Signale sieht Otto Immobilien für den  Investmentmarkt, der im Vorjahr bei den gewerblichen Immobilien ein Volumen von mehr als 3 Mrd. Euro und damit eine Steigerung von 11 Prozent gegen­über dem Jahr 2014 erzielte. Mit rund 60% des Transaktionsvolumens seien nationale Investoren die größte Käufergruppe gewesen, gefolgt von deutschen und amerikanischen Investoren, die gemeinsam für rund ein Drittel des Transaktionsvolumens verantwortlich zeichneten, berichtet  Investmentexpertin Martina Cerny M.A.

Neben dem Anleger Corpus Sireo investierten 2015 auch andere internationale Investoren – wie Amundi Real Estate und Dream Global – erstmals in österreichische Immobilien und schafften so den Markteintritt, erklärt Martin Weinbrenner, Bereichsleiter  für Gewerbeimmobilien. Im Detail betrachtet, war im Vorjahr in Wien der 3. Gemeindebezirk gemessen am Transaktionsvolumen jener mit dem größten internationalen Engagement. Auch für das laufende Jahr erwartet Otto Immobilien trotz der geringen Anzahl an Fertigstellungen im Bürosegment wieder eine starke Nachfrage.

Die Spitzenrendite für Top-Büroobjekte in Wien liegt laut Bericht aktuell bei 4,40%, dies entspricht einer Preissteigerung seit Herbst 2015 in der Höhe von fast 5% und einer Verteuerung im Spitzensegment von rund 20% im Vergleich zu 2010, so Investmentexpertin Martina Cerny M.A.
 
Bei Rückfragen:
Katharina Scheidl-Aziz
Presse und Kommunikation

OTTO IMMOBILIEN GRUPPE
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