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QUALITÄTSMAKLER 2012

QUALITÄTSMAKLER 2012
Mai 2013 Sehr geehrte Damen und Herren! Mit großer Freude dürfen wir Ihnen heute die 25. Ausgabe unseres zwei Mal jährlich erscheinenden Büromarktberichtes präsentieren. Als einer der ersten Immobiliendienstleister in Österreich haben wir vor nunmehr fast 15 Jahren erkannt, wie wichtig profunde Informationen und Marktdaten für unsere Tätigkeit und damit für unsere Kunden sind. Mit der Einrichtung einer eigenen internen Research-Abteilung hatten wir uns damals das Ziel gesetzt, unsere Kunden in regelmäßigen Abständen anhand der wichtigsten Parameter über aktuelle Trends und Entwicklungen am Wiener Büromarkt zu informieren.
  • Einer dieser Parameter, die Nachfrage am Bürovermietungsmarkt, übertraf im Vorjahr nach unseren Recherchen mit 280.000 m² deutlich die Erwartungen. Als Ursache dafür sehen wir einige große Vertragsabschlüsse, die noch in den letzten Dezember-Wochen stattgefunden haben. Als wichtiger Umsatzträger ist wie in den vergangenen Jahren vorwiegend die öffentliche Hand zu nennen. Neue Betriebsansiedelungen in Wien blieben im Gegensatz zu Unternehmensumzügen derzeit weiterhin die Ausnahme, wobei es bei Standortveränderungen auch zumeist um eine Modernisierung und Verkleinerung der Flächen geht.
 
  • Äußerst moderat wird heuer nach unseren Recherchen das Angebot an neuen Büroflächen ausfallen, mit rund 160.000 m² liegt es 20 Prozent unter jenem des Vorjahres. Eine Ursache sehen wir darin, dass geplante Büroprojekte ohne die entsprechende Vorvermietung derzeit kaum Chance auf Realisierung haben. 
 
  • Weiterhin stabil, wenngleich mit leicht steigender Tendenz aufgrund des hohen Anteils an hochwertigen Flächen in der Innenstadt, präsentieren sich die Durchschnittsmieten. Sie liegen bei EUR 12,50/m² und Monat für moderne Erstbezugsflächen. 
 
  • Erfreulich zeigt sich ein weiterer Parameter des Büromarktes, nämlich die Leerstandsrate: Mit einer nur minimalen Steigerung auf 6,6 Prozent ist Wien im europäischen Vergleich hinter München, London und Paris „positives Schlusslicht“. Betrachtet man die Erhebungen unseres internationalen Partners Knight Frank, so ergibt sich für einige europäische Metropolen wie Dublin (21,4 Prozent Leerstandsrate) oder Amsterdam (17,9 Prozent Leerstandsrate) allerdings ein gänzlich anderes Bild.
 
  • Am Investmentmarkt sehen wir das Volumen für das Jahr 2013 konstant bei EUR 1,6 Mrd., allerdings könnte sich dieser Wert durch einige größere, aktuell am Markt befindliche Objekte, noch erhöhen. Mit diesem Investmentvolumen sind wir derzeit freilich aber noch deutlich von jenem der Boomjahre 2006 (mit 2,2 Milliarden Euro) und 2007 (mit 2,8 Milliarden Euro) entfernt. Da das Angebot für das klassische Top-Segment weiter gering ist, sind auch die potenziellen Käufer durchaus flexibler geworden: man sucht nach Nischenprodukten, Objekten, die sich zur Umnutzung in Wohnbauten oder zum Refurbishment eignen und: erstmals wagen sich vermehrt auch Private, die zuletzt eher im Wohn- und Zinshaussegment investiert hatten, an Büroobjekte. Der Käuferkreis ist allerdings weiterhin eingeschränkt international und kommt dabei vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum.

Ich freue mich über Ihr Interesse an unserem Büromarktbericht und wünsche Ihnen und uns ein spannendes Immobilienjahr 2013 mit vielen neuen Herausforderungen!

 

Ihr Dr. Eugen Otto
 

PS: Bei inhaltlichen Fragen oder Kommentaren zum Büromarktbericht freut sich Martina Paukner auf Ihre Rückmeldung.